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es wäre auch zu schön gewesen….

…wenn dieses Jahr die Märkte wieder hätten stattfinden dürfen. Leider kippen die erhofften und geplanten Märkte nach und nach und in Anbetracht der aktuellen Lage ist es auch verständlich. Meine Koffer bleiben also weiterhin in der Ecke stehen.

Ich stelle mich darauf ein und habe zuletzt kleine Taschen für FFP2 Masken genäht. Sehr handlich und praktisch, denn die Maske kannst Du nach der Benutzung direkt darin verstauen. So bleibt sie sicher verwahrt und kommt nicht mit dem Kleinkram (wie z.B. Münzen, benutzte Taschentücher) in der Jackentasche in Berührung. Sollte das Täschchen irgendwann einmal ausgedient haben, weil wir die FFP2 Masken nicht mehr benötigen, so gibt sie immer noch ein schmuckes Täschen ab, was Du auch gerne für andere Dinge verwenden kannst: als Geldbörse, Brillenetui, Schminkzeug, Taschentücher, Tampons…. der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Wenn Dir das gefällt oder Du andere Wünsche hast, dann kontaktiere mich einfach per Mail direkt. Ich antworte immer schnell :)

Und so sieht das aus:

Brotzeit

Ich habe beim Aufräumen 1 Rolle Original handgewebtes Leinen aus meinem Familienbestand gefunden und dachte mir, es wäre doch an der Zeit, daraus etwas sinnvolles zu nähen. Es gab eine Zeit, in der ich dieses Leinen wie einen Schatz bewacht und behütet habe. Nähte daraus nur rare Kleinigkeiten, Lavendelsäckchen oder eine besondere Umhängetasche mit allerlei Blumengezier und Applikationsgedöns vorn drauf. Aber nun habe ich endlich seine wahre Bestimmung gefunden, was ich daraus nähen werde, bis es aufgebraucht ist:

L E I N E N B R O T B E U T E L

Ich hab mir sagen lassen, dass Leinen nicht nur optimal luftdurchlässig ist, sondern auch Feuchtigkeit speichert und somit ideale Bedingungen für Brotaufbewahrung mit sich bringt.

Vorbei sind nun also die Zeiten der verwaschenen Plastiktüten, die bisher immer herhalten mussten, bis der Schimmel kam. Ich hoffe, nun kommt kein Schimmel mehr in meinen Brotkorb dahergeritten.

Und weil ich gerade im Nähfieber bin, was die Brotbeutel betrifft, habe ich noch eine andere Idee umgesetzt, die ebenso hübsch wie praktisch ist, wie ich finde:

Neue vorgewaschene Grubentücher (auch bekannt als Werkstatt-, Garten- oder schnöde Küchenhandtücher) habe ich so umgenäht und mit Zugband versehen, dass man auch sie prima als Brotbeutel benutzen kann.

Man kann sie ab sofort in meinem Shop und evt. auch bald wieder auf dem Markt bei hutundgut kaufen, jedoch nur so lange der Vorrat reicht.

Monsteralarm

Der Winter ist schon fast schon wieder vorbei. Trotzdem sind die Nächte noch sehr kalt und somit auch mein Schlafzimmer und meine dicke übergroße Zudecke, wenn ich des Nächtens das müde Haupt schlafen legen möchte. Es fühlt sich ein bisschen so an, wie in eine Eistruhe zu steigen.

Ok, ok, ich gebe zu, ich hab keine Ahnung von Eistruhen und wahrer Kälte. Ich bin ein feiger Warmduscher und eine ausgewachsene Kälte-Memme. Ich liebe kalte Luft, aber einen warmen Kern. Ich habe Hochachtung vor allen, die sich überwinden können, zu jeder Jahreszeit in kalten Gewässern schwimmen zu gehen, für die eine kalte Dusche ein Wärmekick ist.

Alle, denen es so geht wie mir, werden gut verstehen, dass es fast nichts schöneres gibt, als eine wohlig warme, anschmiegsame, weiche Wärmflasche im Arm oder auf dem Bauch – falls diesen wärmenden Job nicht gerade der/die Liebste erfüllen kann, oder das fellnasige Haustier.

Mein Kind kommt in dieser Hinsicht ganz nach mir. Und klar, dass so ein Wärmflaschenmonster irgendwann auch kaputtgekuschelt ist und einäugig um einen würdevollen Abgang bittet. So musste bald ein neues her. Und wie so oft bin ich dann ja in einem Näh-Flow und mache gleich ein paar mehr. Die wollen sich ja schließlich in meinem Esty-Koffer nicht langweilen.

Falls Ihr gucken oder kaufen wollt, schaut mal in meinem Etsy-Shop vorbei oder schreibt mich gern direkt an post[at]hutundgut.de

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Advent, Advent…

Habt Ihr auch das Gefühl, dass der 1.Advent dieses Jahr viel schneller vor der Tür steht, als sonst? Das große Plätzchenbacken steht dieses Wochenende bevor, aber ich hab den Herrnhuter Stern noch nicht zusammengebastelt und auch noch keine Weihnachtsgeschenke fertig. PAAAANIK!!

Einatmen.

Ausatmen.

Alles.

Zu.

Seiner.

Zeit.

Aber den Adventskalender hab ich schon befüllt immerhin.

Aber DU noch nicht???

Dann aber schnell!!! Und falls Du noch ein paar kleine Ideen oder Geschenke zum Befüllen des Kalenders suchst, vielleicht wirst Du ja in meinem Shop fündig?

Wenn der Postmann 3x klingelt – ein kleiner Jahresrückblick

Zeitreisender aus der Zukunft beruhigt Deutsche: “ Ab dem 27.Lockdown hat man sich dran gewöhnt“ – so schrieb es dieser Tage der Postillon.

(Quelle: https://www.der-postillon.com/2020/10/zeitreisender.html)

Aber tatsächlich sind wir gerade erst beim 2. Lockdown angekommen. Als wäre der schaurig-graue November nicht schon von Natur aus düster und trübe genug, wird er nun obendrein noch das Symbol der zweiten Corona-Welle, die sich dunkelrot über Deutschland ergießt. Dank erneuter Einschränkungen wird er als 2.Lockdown-Monat in die Geschichte eingehen und möglicherweise sogar ein Rettermonat des Jahres 2020 sein, falls wir es schaffen, uns an die Regeln zu halten und Corona noch einmal auszubremsen.

Wie hat uns doch Corona das Jahr 2020 umgekrempelt, unser Leben auf den Kopf gestellt und uns vor neue Herausforderungen gestellt. Letztes Jahr hätte ich noch jeden ausgelacht, der mir das Hohelied vom Homeoffice geträllert und mir Marktausfälle prophezeit hätte.

„Was, von zu Hause arbeiten?? Wie soll denn das gehen!? Nee, ich muss das Zuhause und den Beruf voneinander trennen!“

Rückte ein Markttermin im Kalender näher, folgte recht bald die offizielle Absage. Fixpunkte im Leben, die regelmäßigen feste Märkte mit ihrem gewohnt bunten Treiben, unumstößliche Bollwerke im Kalender… sie wurden einfach umgepustet und gecancelt. Richtig so! Aber trotzdem so schade. Das Erleben der Kunden, das Lachen und Schwatzen, das fröhliche Entdecken und Bestaunen, das Bewerten und schließlich das Kaufen – das habe ich dieses Jahr sehr vermisst.

Aber wie zum Trost dafür hat sich Etsy, der online-Marktplatz, stark gemacht für die vielen lokalen Händler und Verkäufer und hat viel Werbung geschaltet, dass man lokal online kaufen möge. Und es geschah auch.

Die Postboten geben sich schon die Klinke in die Hand. Die Leute kaufen online. Getränke, Klopapier, Elektrozeug und Slipeinlagen.

Die Paketboten hetzen und wetzen gleich 3 Stufen auf einmal hoch. Oder sie legen den Paketeberg gleich unten im Hausflur ab, mangels persönlicher Fitness. Hermes bittet darum, einen privaten Stift zur Unterschrift bereitzuhalten.

Keine Frage, der Onlinehandel floriert. Zuerst kam der Masken-Boom. Und jetzt der Zero-Waste-Boom. Nachhaltigkeit, waschbar, wiederverwendbar – ich erwähnte es bereits in meinem Februar-Blogbeitrag: die gute alte Slipeinlage.

Wie hieß es vor einigen Jahren so schön: Eulen gehen immer.

Dann: Füchse sind die neuen Eulen.

Heute: Slipeinlagen sind die neuen Füchse.

Nee, oder? Bitte NICHT bildlich vorstellen!!!

Aber: Ich nähe fast nur noch Slipeinlagen und das mit viel Spaß an den Stoffen, an den eingeübten Handgriffen und an meinem Netflix- sowie ZDF-Info-Konsum nebenbei.

Ihr wollt Slipeinlagen? Ihr kriegt Slipeinlagen. Jetzt in noch mehr Farben und Mustern.

Yeaah – Es lebe die Weiblichkeit!!!

Maskenball

Neulich wurde es Ernst. Jetzt ist auch in Sachsen Maskenpflicht.

Nein, keine Clownsmaske oder anderer Faschingskram. Ganz ernsthaft: Stoff- oder Papiermasken sind zu tragen. Von allen. In jedem Laden bitteschön. Auch Leute in Tücher verhüllt werden durchgewunken. Vermummung ist nun salonfähig und erwünscht. Wer hätte das je gedacht?

Anfangs nähte ich fest entschlossen für meine Kollegen und enge Freunde, die dringenden Bedarf meldeten. Für mich war das Thema aber noch weit weg. Die anderen hatten den Bedarf, ich aber nicht. Doch nun drang das Gesetz auch direkt in mein Leben ein.

Keine Semmeln beim Bäcker mehr ohne Maske erhältlich. Die Bäckersfrau macht routiniert ihren Job, während ich mich albern verkleidet fühle und nuschelnd meine Bestellung aufgebe. Ich habe das Gefühl, ich muss lauter reden als sonst, damit man mich durch die Maske besser versteht. Fast so, als ich das erste Mal als Teenager einen Walkman auf den Ohren hatte. Ich atmete und sprach unbewußt lauter zu meinen Mitmenschen, einfach weil ich mich selbst in einer tönend lauten Musikrauschwelt befand und glaubte, ich müsse verbal dagegen halten.

Es ist zu einer Routine geworden. Beim Wohnung-Verlassen der Griff zur Geldbörse, Handy, Schlüssel und Maske. Einreihen in die Schlange bei der Post, wo ca. 25 Leute auf der Straße in einer langen Schlange stehen. Ich betreibe Masken-Beobachtung. Es gibt sie in allen Farben. Manche sehen aus wie zerschnippelte Schlüpper, manche wie ein hartes Visier oder filigran aus Papier geschnitten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Manche Masken sehen bereits angegrabbelt und grau aus. Viel benutzt und beatmet. Nicht lecker. Und Corona lacht sich ins Fäustchen. Die Leute folgen einem neuen Kleidungstrend. Der Schutz vor Viren ist gleich Null. Ist das wirklich allen klar? Bei manchen hängt oben die Nase aus der Maske raus – die haben wohl nicht richtig aufgepasst bei der Einweisung. Hauptsache das Gesicht ist irgendwie verdeckt, komplett oder teilweise, denkt sich der brave Bürger.

Umso wichtiger ist es nun, dass man lernt, die Mimik der Augen deuten zu lernen. Mit den Augen lächeln – wie geht das nochmal? Schauen sich die Menschen jetzt automatisch tiefer in die Augen, wenn sie nicht gänzlich mit Sonnenbrillen verhüllt sind? Wie funktionieren jetzt Dates? Da kauft man doch wörtlich die „Katze im Sack“ oder die Mausi mit Maske.

Man kann sich jedenfalls gut und gern auch ungeschminkt hinter der Maske verstecken und seine Ruhe haben, vor dem Alltag. Man wird nicht mehr angeglotzt, jeder trägt es ja.

Aber im Sommer, auf dem Balkon oder am See, lasse ich die Maske weg, das verspreche ich Euch. Ich möchte nämlich kein beige-gebräunt-gestreiftes Gesicht bekommen.

Apokalypse ist, wenn Corona kommt und meine Bernina kaputt geht…

Ab morgen gilt Homeoffice in vielen Firmen, so auch bei meinem Arbeitgeber. Was sich neulich beim Probe-Homeoffice-Tag noch wie ein lustiger Tag auf Klassenfahrt angefühlt hat, mit viel Spaß im Firmen-Chat und lustigen Sprüchen auf Whatsapp, das scheint nun der Ernstfall. Das Gute daran: mein Arbeitsweg wird nun richtig kurz. Drei Meter, um genau zu sein. Und ich kann mir eigentlich auch das Make-Up sparen, meine Wellensittich erkennen mich auch ungekämmt und mein Mittagessen werde ich mir ab morgen dann wohl auch selber kochen….aus Klopapier und Nudeln.

In Zeiten wie diesen, die man sich so wohl kaum je vorgestellt haben mag, gilt es nun plötzlich sich auf die neue Situation umzustellen. Dazu gehört auch das Verdauen von abgesagten Großveranstaltungen oder dem Besuch von Freunden in Berlin. Die Vermeidung von Reisen in Risikogebiete und mit öffentlichen Verkehrsmitteln etc… – Ihr kennt das alles bereits. Nun erreichen mich aber auch erste wage Andeutungen, dass es sein könnte, dass fest geglaubte Markttermine in diesem Jahr auf der Kippe stehen. Corona – hopp oder topp? Man müsse den April abwarten, die derzeit verordnete Stillhaltepflicht, die Schulschließung, die unbestimmt lange währende Homeoffice-Zeit… und jeden Tag die Zahlen und die Nachrichten hören und abwarten und Tee trinken und nähen.

Nähen?

Dachte ich.

Aber nein.

Meine Bernina hat jetzt die Faxen dicke und macht den Nähcomputer schwarz mitten im Nähvorgang. Was soll man tun? Ausschalten, anschalten, nähen und bämm…..the same procedure as every time! Es reicht mir nun. So ein Maschinen-Gezicke und all diese Influenzäär auf Insta, diese Stoffdesigner und schrecklich Kreativen, die mir mit ihrer scheiß guten Laune empfehlen, diese tolle geschenkte Corona-Zeit zum Nähen zu nutzen… hätte hätte Fahrradkette. Würde ich ja gerne, aber geht ja nicht. Die Bernina streikt dämlicherweise. Aber so richtig. Die näht keinen Zentimeter mehr ohne Ohnmachtsanfall.

Das Gute im Doofen ist: ich hab einen Erste-Hilfe-Reparaturtermin bekommen beim Fachhändler. Koste es was es wolle. Die Maschine muss wieder laufen und zwar dalli. Weil ich ein paar Nähprojekte beenden muss. Außerdem hab ich meinen Etsy-Shop aufpepimpt und muss nun wohl auf den online-Absatzmarkt bauen, statt alles auf meine geliebten Markttermine zu setzen.

Und was das Aushalten der Isolierung und das Gefängnishafte des Homeoffices angeht – lasst uns weiter lustige Whatsapp-Bilder schicken und Quatsch machen. Quatsch macht lustig und gute Laune ist wichtig. Jetzt erst recht!

In diesem Sinne, drücken wir uns virtuell die Daumen, dass wir diese Zeiten gut schaffen. Mit Geduld (ich bin ja schon wieder ganz friedlich), Händewaschen, Disziplin und nochmal Händewaschen und brav Homeoffice-Arbeit und irgendwann auch wieder nähen.

Wiederverwendbar – Wir hatten ja nüscht.

Was wurde früher nicht alles mehrfach verwendet: der gute alte Waschlappen (einer für obenrum, einer für untenrum), das Stofftaschentuch (was nur eklig war, wenn man richtig den Rotz hatte), und sogar das Badewasser am Samstagabend. Irgendwie hatte ich das als Kind auch einfach so mitgemacht, war ja normal, benutzte jeder und machten alle so. Auch das mit dem Badewasser, denn wir Kinder durften immer zuerst hinein.

Später, als ich dann erwachsen wurde, das elterliche Zuhause verließ, fühlten sich diese alten Bräuche altmodisch an. Ich begann mit neuen Gewohnheiten zu leben, die so angenehm wie selbstverständlich wurden, dass es schon einiger Aufrüttler von außen geben musste, um wieder wach zu werden. Hallooo, ja Du – es wird Zeit, sich wieder zu besinnen auf das, was nie altmodisch war, sondern eigentlich ziemlich gut. Gut, die Motive mögen damals andere gewesen sein. Hauptsächlich das „wir hatten ja nüscht“. Und dann, als wir alles hatten, haben wir es auch endlich richtig genutzt, ja regelrecht ausgenutzt, um nicht zu sagen verschwendet.

Die Motive heute sind die Umweltverschmutzung, die man bereits überall sehen und spüren kann, der steigende Müll in dieser Wegwerfgesellschaft und der Wunsch wieder nachhaltig zu leben, zu retten was noch zu retten ist. Da ist mir letztens im Bio-Laden eine Stoffslipeinlage vor die Augen getreten, im Regal. Direkt auf Augenhöhe hat sie mich angezwinkert und wollte gekauft werden. Ich kam nicht umhin. Und dann war recht schnell klar: mit dieser einen komme ich nicht weit. Genau 1 Tag nur.

Also hab ich mir überlegt, dass ich sowas doch mal selber machen könnte. Gebrauchte und gekochte Moltontücher bekomme ich im SecondHand-Laden meiner Freundin, und wenn nicht dort, dann in dicker Qualität vom Händler. Aber meine Baumwollstoffe sind aus meinem Lager, teilweise Stoffreste, die nun einen neuen Sinn bekommen.

Anfangs habe ich den Verschluss mit Klettband probiert, aber das war ein Desaster. Es fühlte sich an wie Sandpapier (das ganz grobe) oder ne Drahtbürste zwischen den Beinen. Sorry, nicht geil!!

Also hab ich im nächsten Schritt mit ner Nagelschere die Ecken vom Klettband rund geschnippelt. Half nicht. Darum hab ich den Klett-Kladderadatsch wieder abgetrennt und nun gibts dafür die supercoolen Kam Snaps. Ok, die sind aus Plasik, dafür kann aber niemand sagen, er wäre darauf allergisch. Dieser Verschluß hält auch sehr prima und nix verrutscht. Das Tragegefühl kann sich nun frei von kratzenden Störungen auf Nebenschauplätzen in seiner Weichheit und Samtigkeit ausbreiten. Das jüngst frisch zubereitete, mittlerweile aber gallertartig gewordene, Flüssigwaschmittel freut sich auf seinen baldigen Einsatz.

Derweile guckt das Klima von oben auf uns herab und denkt nur: „Wie süß, jetzt kommen sie mir mit Slipeinlagen!! Ihr wisst schon, dass davon die Gletscher nicht wieder gefrieren und die ausgestorbenen Tierarten auch nicht mehr zurückkommen. Aber immerhin ist es ein Anfang. Der gute Wille zählt. Ihr müsst nur alle wollen.“

Lebenszeichen..

„Was macht eigentlich hutundgut?“, fragt sich vielleicht manch einer.
Zugegeben, hutundgut hat sich letztes Jahr etwas rar gemacht und mein Blog ist auch ziemlich eingestaubt. Aber es gibt mich noch und die gewohnten Marktermine sind weiterhin fest in meinem Kalender geblockt.

2019 war insgesamt ein krasses Jahr, was für mich einige persönliche Veränderungen mit sich brachte. Dennoch bleibt hutundgut immer im Fokus, wenngleich ich auch nicht mehr mit Volldampf produziere.

Es bleiben die gediegenden kleinen Märkte und die Gartenschau in Altzella meine Liebsten, deren Flair ich nach wie vor sehr genieße. Als sehr besonders empfinde ich die Begegnungen mit „alten“ Kundinnen und Kunden, neugierig freundlich Interessierten und natürlich Kindern und meinen lieben Standnachbarinnen, die mit den Jahren schon wie eine kleine Familie für mich geworden sind (Angela, Rosi, Ellen…)

Nachdem letztes Jahr das Schloss Lauterbach eine Innensanierung bekommen hat und daher die Schlossweihnacht erstmals aussetzen musste, wird es dieses Jahr aber wieder am 2.Advent eine geben – juhu!!!

Was meine Produktideen angeht, werde ich zunächst weiter hauptsächlich die Kindertaschen fortsetzen. Neue Motive sind momentan in Arbeit.
Aber ich mache mich auch über Nachhaltigkeit Gedanken und möchte zunächst überwiegend dafür meine aktuell vorrätigen Stoffe einsetzen. Aktuell arbeite ich an diversen Prototypen, mal sehen, ob die gelingen und Euer Interesse wecken.

Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr und gutes Gelingen bei allen Euren Plänen und Vorhaben. Vergesst bei allen Aufgaben nie Euch selbst und seid Euch gut!

nicht nur ein Stein…

Vor vielen Jahren war ich einmal in Nizza und stand dort zum ersten Mal am Mittelmehr. Wahnsinn, wie salzig das Wasser schmeckte und wie heiß die Steine waren. Es gab keinen Sandstrand, sondern faustgroße Steine. Steine, die sich wie Handschmeichler anfühlten, wunderbar glatt und fast seidig weich. Damals musste ich einige davon einfach mitnehmen. Heute beschweren sie meine Stoffe, wenn ich etwas zuschneide. Sie haben ein gutes Gewicht dafür und ich liebe sie einfach.

Aber solche Steine gibt es auch in klein und sogar in Deutschland. An der Donau fand ich sie: rundgelutschte, glatte kleine Schätze. Und sie entfachten meine Sammellust erneut. Doch was tut man mit einem Stoffbeutel voller Steine?

Richtig: man kann sie toll bemalen!!
Ich sehe in den Steinen immer kleine Fische mit fetten Knutschlippen und großen Kulleraugen.
In meinen vergangen Urlauben habe ich es als meditative Beschäftigung empfunden, sie zu bemalen. Und dass sie nicht nur von mir geliebt werden, merke ich auch auf den Märkten, wenn mich nämlich besonders die Kinder nach einer Kleinigkeit fragen, die sie bei mir kaufen könnten.

Versucht es doch mal selbst und verzaubert hübsche Flusskiesel in kleine persönliche Kunstwerke.